Landkirchen in der Gallura

ganz besondere Locations für Eure Landhochzeit

Zugegeben, auf den ersten Blick präsentieren sie sich untertags nicht immer von ihrer besten Seite. Schlicht, weiß getüncht und mit wenig kirchlichem Pomp ausgestattet liegen sie unscheinbar, verträumt, eingebettet zwischen Olivenbäumen, Macchia oder hohen Pinien – oft ganz versteckt auf dem Land – unsere Landkirchen.

Gegen Abend aber, im milden Licht des Sonnenuntergangs, herausgeputzt mit hunderten Lampen, Girlanden und im Schein der flackernden Kerzen laufen sie zur romantischen Hochform auf – die Landkirchen in der Gallura.

Drei Lieblingskirchlein haben wir. Hier realisieren wir, gemeinsam mit einer Handvoll Gemeindemitgliedern, wunderschöne romantische Feiern oder Hochzeiten im Country Style – auch wenn die Trauung nicht in der Kirche stattfindet. Die Sarden sind flexibel.

wp-image-126690504Mit vielen Girlanden, Lampen, Kerzen und Laternen wehenden Stoffen, zwischen Olivenbäumen oder unter Pinien verführen wir Euch und Eure Gäste in ein typisch sardisches und doch mediterranes Flair. Intensive Farben, Düfte von Kräutern, Eurem Festmahl, den Bäumen machen ein Fest auf dem Land zu einer sinnlich, intensiven Erfahrung mit einem Touch Geheimnis und Geschichte.

Von Frühjahr (Mitte April / Anfang Mai) bis in den Spätsommer (Oktober / November) taucht die untergehende Sonne alle unsere Locations in ein wunderbar warmes, mediterranes Licht. Verzauberte, romantische Orte für Euren großen Tag – traumhafte Kulissen für eine Feier, die Ihr und Eure Gäste ganz bestimmt nicht so schnell vergessen werdet.

Die Kirchlein haben alles vor Ort, was wir an Infrastrukturen benötigen. Eine einfache aber funktionale Küche, Tische, Bänke, Platz zum Tanzen, Strom, Parkplätze und spürbare Geschichte – ob man glaubt oder nicht.

Wir freuen uns für Euch, hier Eure ganz persönliche Location zu kreieren.

Fotos: privat, Sardinia Dreamwedding, Quercia della Gallura, Wedding Photo Rom

Eckdaten – Location Landkirche

  • kleine Kirchen auf dem Lande mit zugehörigem Grundstück – 5000 qm bis 1 Hektar Grund.
  • Übernachtungsmöglichkeiten je nach Kirche in 5 – 15 km entfernt
  • Shuttle Service zu den Unterkünften möglich
  • Platz für 20 – 500 Personen (je nach Kirche bis 2000 Personen)
  • einfache sanitäre Einrichtungen vorhanden
  • In diverse Zonen unterteilt, Küche, Tanzflächen, befestigte Untergründe bei den Sitzgelegenheiten
  • teilweise gemauerte Tische und Bänke vorhanden, Aufstellung weiterer Sitzgelegenheiten und Tische möglich, Gala Bestuhlung möglich
  • verschiedene Bestuhlungsmöglichkeiten
  • Bühne möglich
  • Musik möglich
  • verschiedene Beleuchtungsmöglichkeiten & Lichtanlage möglich
  • Personal im Mietpreis inbegriffen
  • Strom vorhanden
  • absolut variable Dekorationsmöglichkeiten
  • Parkplätze vor Ort
  • keine Nachbarn, die sich gestört fühlen können

 

Ein bisschen Geschichte

Unsere Landkirchlein in der Gallura und hier möchte ich ein kleines bisschen Ausholen…

wp-image-493677724Zeitzeugen – die Landkirchen in der Gallura

Viele dieser Kleinode haben bereits mehrere Hundert Jahre auf dem zierlichen Glockentürmchen; einige Grundmauern wurden bereits vom 11. bis 13. Jh. zur Zeit der Kreuzzüge und im Mittelalter gesetzt. Jahrhunderte haben sie überdauert und die jeweiligen Heiligen waren für Glück oder Unglück in ihrer kleinen Gemeinde zuständig. Wie der Name schon sagt, findet man die Landkirchlein irgendwo auf dem Land aber meist
zwischen einer Ansiedlung von Stazzi (sing. Stazzu – Länderei oder Bauernhof).

Anmerkung: das Thema Stazzu hat Nicole in ihrem Blog Pecora Nera in ihrem Artikel vom Juni 2013 ganz toll erklärt. Hier ein Klick auf den Link und schon könnt Ihr alles nachlesen.

Das Sardinien-Reisebuch Sa Sardinia der Pecora möchte ich an dieser Stelle ebenfalls noch gerne empfehlen. Wirklich toll – ich liebe es.

Als typisch agro-pastorale Gesellschaft, verdingte sich der echte Nordsarde (Gallurese) noch bis in die Mitte des letzten Jahrhunderts sein Brot auf dem Land – als Landherr, Bauer oder Viehhirte. Mit dabei in Haus und Hof: das jeweilige Getier (Hühner, Schafe, Ziegen etc.), die Hausfrau, Gehilfen und Gehilfinnen. Das Leben spielte sich dort ab – also musste auch eine Kirche her, die den zweibeinigen Schäflein Trost, Segen spendete und Lebenshilfe gab – so können z.B. die Dörfer Luogosanto und Bassacutena mit 26 umgebenden (bekannten) Landkirchlein aufwarten. Eine stattliche Zahl.

Produziert wurde auf dem Land alles was Stazzu oder das nächste Dorf zum täglichen Leben benötigten. Getreide, Eier, Wolle, Brot, Käse, Fleisch, Milch. Überschüsse wurden per Pferd oder Ochsengespann in die umgebenden Dörfer geschafft.

Viele traditionelle sardische Feste an den Kirchen oder Landkirchen haben ihren Ursprung in Dankesfesten zur Ernte, sowie auch auch viele leckere, sehr einfache und mit wenigen Zutaten hergestellte Gerichte aus der gallureser Küche, wie zum Beispiel die Zuppa Gallurese und das SpanferkelHhhhmmm… hier könnte ich ganz abschweifen, jetzt aber erst mal zurück zum Thema – Rezepte kommen noch.

Heute werden die Landkirchen seltener genutzt. Hie und da verraten aber frische Blumen, brennende Kerzen oder den Heiligenfiguren an die Hände gehangene Ringe, Ketten oder Rosenkränze von Besuchen, Gebeten oder Fürbitten von einem stillen Besuch.

Liebevoll werden sie noch heute Instand gehalten und gepflegt. Die Türen sind selten verschlossen. Und dann, mindestens aber ein mal im Jahr, wird ein Fest gefeiert. Ein großes Fest zu Ehren des jeweiligen Heiligen der Kirche; Santa Maria, San Trano und San Nicola und wie sie heißen.

20160903_204342Es wird wochenlang vorbereitet, tagelang gekocht in riesigen Töpfen um mit Freunden, Freundesfreunden und Gästen ein ganzes Wochenende lang zu feiern. Ausgiebig und herzlich, gastfreundlich – wie die Sarden sind. Alle sind eingeladen und so kommen schon auch mal bis zu 2000 Gäste zusammen. Ein Erlebnis und auf jeden Fall immer einen Besuch wert.

Wenn Ihr nach Sardinien kommt und Euch die Kirchenfeste interessieren, gerne sende ich Euch ein paar Daten zunseren Locations

 

6 Gedanken zu “Landkirchen in der Gallura

  1. sl4lifestyle schreibt:

    Ich war schon sehr oft auf Sardinien. Das erste Mal 1983. Vieles hat sich seitdem verändert. Ich fühle mich dort aber immer noch wohl. Die Insel, besonders der Norden, ist meine zweite Heimat. Danke, dass Du meinem Web-Magazin sl4lifestyle folgst. Ich freue mich sehr.
    Herzlichst,
    Sabine

    Gefällt 1 Person

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